top of page

#12von12 - Juli - Kisten packen, Kunst zeigen, Zuversicht - Kunst von Nadine Kleier

Aktualisiert: 12. Juli


Kartons, Kunst und ganz viel ZUVERSICHT


Manche von euch wissen es schon, andere lesen vielleicht zum ersten Mal mit:

Ich stecke mitten in einem riesigen Umzug.

Und ich wusste, dass es viel ist – aber erst wenn man jedes Teil einzeln in die Hand nimmt, merkt man wirklich, wie viel sich über die Jahre angesammelt hat.

Vor allem im Atelier.


Dieser Monat:

Kisten packen.

Ein Bild verkauft.

Eine Ausstellung eröffnet.

Latex von der Wand nehmen, Schicht für Schicht.

Hundebetten, die einfach nicht bei den richtigen Hunden landen wollen.


Und mittendrin, ganz nebenbei, die kleinen Dinge wahrnehmen,

die ein Zuhause erst zum Zuhause machen.

Kramig, ja.

Aber mit einem gewissen Zauber.




38 Grad Dienst

Reden wir gleich übers Wetter,

dann haben wir es hinter uns :)


Alle Künstler übernehmen dreimal im Monat Dienste

im Künstlerhaus ART15 in Bremen-Schnoor – wie sollte es anders sein,

erwischte es mich ausgerechnet am heißesten Tag:

38 Grad.


Zum Glück liegt die Eisdiele direkt gegenüber.

Ventilator, Blumenspritze, ein Rieseneisbecher – so lässt sich auch das aushalten.




Die ersten Kartons

Der Umzug bedeutet ja weit mehr als nur Kisten schleppen.

Was kommt mit, was bleibt, was kommt weg, was wird gespendet?


Der Raum selbst ist heute leer – man würde ihn kaum wiedererkennen.




Mein Endgegner - LATEX

An der neuen Adresse wartete Latexfarbe auf mich – glänzend, im Wohnraum,

wozu eigentlich?


Bei einem Raum hatte ich Glück:

ganz ohne Haftgrund und Tiefengrund gestrichen,

ließ sich die Farbe fast von selbst abziehen.

Daumen hoch!




Als Künstlerin, die sonst so gerne mit Farbe arbeitet, ist das nicht meine Welt.

Aber auch dieser Raum ist mittlerweile geschafft.




Loslassen, was nicht mehr passt

Auch im Atelier heißt es:

aussortieren.


Leinwände, die ich nicht mehr brauche,

seit mein Mann und ich sie selbst bauen.

Schattenfugenrahmen, die zu meinen selbstgebauten Leinwänden nicht mehr passen.


Farben, die mir zu pastos sind – ich arbeite ja lasierend,

und von manchen Marken und Texturen habe ich mich nun endlich getrennt.


Das tut gut.

Und noch schöner:

Ich konnte damit ein paar Künstlerkollegen eine Freude machen.

Das macht die Sache rund.




Falsch gedacht

Lila für Frida,

Blau für Elmo

– so hatte ich mir das gedacht.


Gut gedacht, könnte man sagen.

Aber die beiden sahen das anders, ganz ohne Grund, denn die Betten waren ja noch brandneu, roch also nach nichts als nach neuem Bett.


Elmo quetscht sich grundsätzlich lieber ins kleinste Plätzchen, das er finden kann.

Und Frida? Nimmt sich, was ihr zusteht – den größten Platz, versteht sich.

Sie ist schließlich die Königin.





So war es gedacht :)




"Zimmer frei"

100 x 50 cm

Acryl auf Leinwand


Noch warm aus dem Atelier, kaum ausgestellt, schon verkauft.


Auch nach all den Jahren ist es immer wieder ein schöner Moment,

wenn aus Begeisterung ein Verkauf wird und die Kundschaft selig von dannen zieht.

Morgen geht es auf die Reise zu seinem neuen Zuhause.

Herzlichen Dank!



Zwischenwelten – nicht ganz von hier

Zum zweiten Mal hängen meine Bilder im Rathaus Sulingen:

"Zwischenwelten – nicht ganz von hier",

vom 1. Juli bis 30. September zu sehen.


Herr Bartels hat einen schönen Artikel dazu geschrieben, lieben Dank an dieser Stelle,

und auf dem Foto stehe ich mit Bürgermeister Herrn Bade vor "Angeln verboten".


Ich überrasche mich aktuell selbst,

wie das alles gleichzeitig geht – mitten in den Umzugs-To-do's

auch noch eine Ausstellung eröffnen.

Es geht wohl nur mit einem ziemlich klaren Fokus.

Aber es geht.




Ein Schild in Campen:

Nienburg, Borstel, Bruchhausen-Vilsen, Siedenburg – alles nur einen Katzensprung entfernt. Eine kleine Orientierung in unserem kleinen Dorf,

in dem es überall blüht, lebt, summt und zwitschert.


Unser Vermieter kümmert sich mit viel Mühe darum,

dass mein neuer Arbeitsplatz zeitnah fertig wird.

Mit Kunst hatte man hier bisher wenig zu tun – das muss auch nicht sein.

Was ich stattdessen wahrnehme:

Werte wie Qualität, Nachhaltigkeit, das, was Bestand hat.

Und eine Offenheit für Neues – auch für mich.

Vielleicht bin ich hier ein kleines Rätsel, das sich nach und nach löst.

Ich freue mich jedenfalls sehr über diese Möglichkeit, und darüber, dem Wachsen zuschauen zu dürfen.


Was ihr auf den Fotos bewusst nicht seht: die Scheune selbst.

Dort verwandelt sich gerade mein zukünftiges Atelier – aber das bleibt Überraschung,

bis es so weit ist.



Rosen im Morgenlicht

Rot vor blauem Himmel, im ersten Licht des Tages.

Das Schöne wartet nicht.

Es blüht einfach mit.


Diesen Monat auch – ganz leise – der Abschied von Chris,

einer langjährigen Freundin meiner Mutter.

Sie hat mich immer sein lassen, wie ich bin, und mir stets ihre Wertschätzung gezeigt.

Dafür bin ich dankbar für die gemeinsame Zeit.

Ihr hätte sehr gefallen, was bei uns gerade ansteht – sie wäre gerne dabei gewesen.


Während ich in den Himmel schaue, schicke ich ihr einen lieben Gruß.




Bis zum 12. August


Möchtest Du eine Einladung erhalten,

wenn ich meine Atelier-Eröffnung habe?


Dann schreibe mir gerne.



💛


Ich freue mich auf Dein Feedback !!!

Kommentare


bottom of page