#12von12 - Juni - Geheimnis, Scheune, neues Atelier - Kunst von Nadine Kleier
- nkleier
- 12. Juni
- 4 Min. Lesezeit

Geheimnis, Scheune, neues Atelier
Manchmal hält das Leben Dinge bereit,
auf die man so lange hingearbeitet hat,
dass man kaum glauben mag, dass sie plötzlich wahr werden.
Dieser Juni ist so ein Monat.
Ein Monat voller Farbe, voller Pläne, voller Aufbruch
– und einem Geheimnis, das ich heute endlich lüften darf.
Aber der Reihe nach.
Denn zwischen Kunstfesten,
Ausstellungswänden,
einem Urlaub mit Hunden,
Wanderungen,
Ölpastellen auf einer urigen Holzveranda irgendwo in Tschechien
und einer Küche, die aussah als wäre ein Kunstlager explodiert
– steckt noch viel mehr.
Schön, dass du wieder dabei bist. Ich nehme dich mit in meinen Juni.

Den Anfang macht eigentlich noch der Mai – aber er gehört einfach dazu,
weil er diesen Monat so schön eingeleitet hat.
Beim Kunstfest am Pfingstsonntag durfte ich meine Werke zeigen,
Menschen kamen, schauten, blieben stehen.
Zwei Werke habe ich verkauft und zahlreiche Postkarten und Kunstdrucke wurden erworben.
Genau dafür male ich.

Meine Wand im Künstlerhaus Art 15 in Bremen-Schnoor
hat ein komplettes Facelifting bekommen.
Hell und leicht!
Neue Werke, neue Anordnung, neue Energie.
Kleine Formate – 15×15 und 10×10 – hängen jetzt neben größeren Arbeiten und ich finde, gemeinsam erzählen sie eine ganz eigene Geschichte.

Drei Bilder, drei kleine Welten.
„Zimmerfrei" zeigt ein Baumhaus in einer Welt,
die sich die Schwerkraft nicht so genau nimmt.
"Das weiße Dorf" – ein schiefes, leichtes, freies Dörfchen,
das ein bisschen aussieht als hätte es sich selbst erfunden.
Und dann noch ein Haus an einem Hang, mit Blumen und einer Schaukel
– ich weiß nicht genau, wer dort wohnt, aber ich möchte unbedingt zu Besuch kommen.

Wann bin ich persönlich vor Ort?
Das steht hier drauf!
Das Künstlerhaus Art 15 in Bremen-Schnoor
ist in der Regel sieben Tage die Woche von 14 bis 18 Uhr geöffnet,
oft auch schon früher.
Und an meinen persönlichen Terminen
kannst du mich direkt treffen, quatschen, Fragen stellen
– oder einfach gemeinsam vor den Bildern stehen und schauen.

Meine Papierarbeiten haben einen neuen Look erhalten.
Das Einhorn und das Weiße Reh
– komplett neu gerahmt, in Schwebeoptik in wunderschönen Objektrahmen.
Ich finde, manche Dinge brauchen einfach den richtigen Rahmen, um endlich so zu leuchten, wie sie es verdienen.

Es gibt Momente, in denen man durch die eigene Küche geht und denkt:
Was ist hier passiert?
Alle gerollten Kunstdrucke ausgebreitet, entfaltet,
vorsichtig geprüft und für ihre neuen Passepartouts vorbereitet.
Chaos ja – aber das kreative, produktive, gute Chaos.
Ungefähr so sieht bei mir "Ordnung" aus, bevor sie Ordnung wird.

Zum zweiten Mal waren wir in unserer kleinen Holzhütte in Tschechien
– und zum zweiten Mal habe ich meinen kompletten Zeichenkoffer mitgeschleppt.
Stifte, Aquarelle, Ölpastelle, Buntstifte, Bleistift.
Nach langen Tageswanderungen saß ich dann auf der kleinen Terrasse
und habe ganz entspannt an den Überraschungsboxen gearbeitet,
die es bei der Art 15 für 25 Euro zu kaufen gibt.
Urlaub und Arbeiten – bei mir ist die Grenze da manchmal herrlich fließend.

Fast 30 Grad in Tschechien
– und Frida hat die einzig richtige Entscheidung getroffen.
Rein ins Wasser.
An einem stillen kleinen See, den wir mehr zufällig entdeckt haben.
Sie ist herzkrank, meine Frida,
und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – genieße ich jeden dieser
unbeschwerten Momente mit ihr so sehr.

Tiefer Wald, ein Bach, eine kleine Lichtung – und ein Picknick,
das sich irgendwie von selbst ergeben hat.
Elmo, mein Rüde liegt im Vordergrund und sieht aus, als gehöre ihm der gesamte Wald.
Im Hintergrund: mein Mann, der an seiner Brotbox herumhantiert und nicht weiß, dass er gerade fotografiert wird.
Manche Bilder entstehen einfach.

🗝️ So. Jetzt. Das Geheimnis.
Wir haben die Schlüssel zu unserem neuen Haus bekommen.
Und zu diesem Haus gehört diese Scheune.
Links die Garage meines Mannes – und rechts?
Rechts wird mein Atelier.
Es wird ganz individuell für mich ausgebaut.
Ich durfte sogar entscheiden, wo die Fenster hinkommen.
„Wo möchtest du Fenster haben, Nadine?"
– eine Frage, bei der mir fast das Herz aus der Brust gesprungen ist.

Noch ist es eine Baustelle.
Man sieht die Dachbalken, die Ziegel lugen von oben herein,
der Boden ist roh, keine Wände gezogen.
Aber ich sehe es schon
– das Licht durch meine Fenster, die langen Arbeitstische,
die Leinwände, den Geruch von Farbe und Holz.
Die Ateliereröffnung wird dieses Jahr noch kommen.
Wann genau, das weiß ich noch nicht – aber sie kommt.
Und ihr seid dabei, versprochen.

Hinter der Scheune wartet noch eine kleine Überraschung:
Ein zauberhaftes Terrassendach,
das schon steht und nur darauf wartet, belebt zu werden.
Pausen in der Sonne, Kaffee zwischen zwei Malphasen,
vielleicht irgendwann Gespräche mit Besucherinnen bei einer Ateliereröffnung.
Ich freue mich so sehr auf das, was dort noch entstehen wird.

Und noch eine Ankündigung, die mich sehr freut:
Vom 1. Juli bis 30. September 2026 zeige ich meine Werke im Rathaus Sulingen.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses frei zugänglich
Montag bis Freitag 8–12 Uhr,
zusätzlich Dienstag 14–17 Uhr und Donnerstag 14–18 Uhr.
Ich habe schon erste Bilder ausgewählt – es wird schön!

Eine olle orangefarbene Decke.
Eine hässliche Feuertonne.
Altholz, das knistert.
Und Frida, die einfach da ist.
Manchmal braucht es keine große Erkenntnis – und plötzlich ist man selbst auch einfach da.
Dass große Dinge in Ruhe wachsen dürfen.
Dass der Moment des Nichtstuns kein verlorener Moment ist.
Danke, Frida, mein Mäusilein. 🐾
Ich freue mich auf alles, was kommt.
Und ich bin so dankbar für alles, was ist.
Bis zum 12. Juli
Möchtest Du eine Einladung erhalten,
wenn ich meine Atelier-Eröffnung habe?
Dann schreibe mir gerne.
💛
Ich freue mich auf Dein Feedback !!!





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